9 Anzeichen dafür, dass Ihre erwachsenen Kinder Ihnen insgeheim übel nehmen, wie Sie sie erzogen haben

1. Sie bitten Sie nie um Rat oder Hilfe.

Normalerweise wenden wir uns bei wichtigen Entscheidungen an Menschen, denen wir vertrauen – Menschen, deren Führung wir aus Fürsorge und Erfahrung schöpfen. Wenn Ihr erwachsenes Kind also regelmäßig wichtige Lebensentscheidungen trifft, ohne Sie einzubeziehen, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass es Ihren Einfluss bewusst auf Distanz hält.

Vielleicht möchten Sie Ihr Gegenüber gerne bei einem Jobwechsel, in einer schwierigen Beziehung oder bei finanziellen Problemen unterstützen, werden aber völlig außen vor gelassen. Selbst wenn Sie ungefragt Ratschläge geben, stoßen Sie oft auf höflichen, aber deutlichen Widerstand – Ihr Beitrag wird abgetan, bevor er überhaupt richtig gehört wird.

Diese Distanz kann auf mangelndes Vertrauen in Ihr Urteilsvermögen zurückzuführen sein, insbesondere wenn die Erziehung Ihres Kindes instabil war oder Ihre früheren Entscheidungen ihm kein Vertrauen vermittelten. Was auch immer der Grund ist: Wenn diese Gefühle nie anerkannt oder besprochen werden, können sie bis ins Erwachsenenalter anhalten.

2. Sie erziehen ihre eigenen Kinder genau andersherum als sie selbst erzogen wurden.

Wenn Menschen Eltern werden, neigen sie dazu, die Methoden zu übernehmen, die sich in ihrer eigenen Kindheit richtig angefühlt haben, und diejenigen zu vermeiden, die sich nicht richtig anfühlten. Wenn sich der Erziehungsstil Ihres erwachsenen Kindes also völlig von Ihrem unterscheidet, kann dies darauf hindeuten, dass es mit Aspekten seiner Erziehung unzufrieden war.

Wenn Sie beispielsweise in Bezug auf die schulischen Leistungen streng waren, könnte Ihr Kind jetzt emotionales Wohlbefinden und freies Spielen über die schulischen Leistungen stellen. Andererseits könnte jemand, der mit sehr wenig Anleitung aufgewachsen ist, jetzt äußerst engagiert und aufmerksam gegenüber seinen eigenen Kindern sein – und so die Struktur oder Präsenz ausgleichen, die ihm früher fehlte.

Obwohl dieser Wandel wie eine Art Rebellion erscheinen mag, steckt dahinter oft etwas Tieferes: ein bewusster Versuch, den Kindern das zu geben, was sie sich selbst gewünscht hätten.

3. Sie machen indirekte Bemerkungen über die Vergangenheit.

Aufnahme einer jungen Frau und ihrer Mutter, die sich beim Kaffeetrinken auf dem Sofa unterhalten

Im Gespräch macht Ihr erwachsenes Kind möglicherweise subtile Bemerkungen über seine Kindheit, die unterschwellig verletzt wirken. Diese Bemerkungen mögen zwar scherzhaft klingen, aber hinter dem Humor steckt meist ein ernster Grund.

Wenn es beispielsweise um die Beförderung einer Person geht, könnten sie mit einem vielsagenden Blick in Ihre Richtung etwas sagen wie: „Es muss schön sein, dass Ihre Leistungen anerkannt werden.“ Oder wenn sie darüber sprechen, wie sie mit den Emotionen ihrer eigenen Kinder umgehen, könnten sie erwähnen: „Ich höre tatsächlich zu, wenn meine Kinder verärgert sind.“

Diese Kommentare, auch wenn sie in Sarkasmus oder Gelächter verpackt sind, offenbaren oft lang zurückliegende emotionale Wunden. Sie fühlen sich möglicherweise nicht bereit – oder nicht sicher genug – für ein direktes Gespräch und drücken ihre Gefühle stattdessen in verschleierten, emotional aufgeladenen Bemerkungen aus.

4. Sie reagieren stark auf vertrautes Erziehungsverhalten.

Wenn Ihr erwachsenes Kind noch immer unter den Folgen seiner Erziehung leidet, stellen Sie möglicherweise fest, dass selbst gut gemeinte Kommentare – wie etwa „hilfreiches“ Feedback – auf ungewöhnlich scharfe oder abwehrende Reaktionen stoßen.

Experten vermuten, dass diese Momente wie emotionale Flashbacks wirken. Die Erinnerung an vergangene Kritik oder Kontrolle versetzt sie zurück in die Zeit, als sie sich als Kinder machtlos oder verurteilt fühlten. Auch wenn ihre Reaktion Ihnen vielleicht übertrieben erscheint, rührt sie oft von offenen Wunden her, die noch nicht vollständig verheilt sind.

Was Ihnen als Überempfindlichkeit erscheinen mag, ist in Wirklichkeit ein Zeichen dafür, dass sich etwas aus der Vergangenheit noch immer schmerzlich anfühlt – etwas, worüber die Person vielleicht noch nicht sprechen oder das sie hinter sich lassen kann.

5. Sie setzen strenge Regeln für Ihren Umgang mit ihren Kindern durch.