Zum fünfzigsten Geburtstag meines Mannes plante ich monatelang etwas Außergewöhnliches. Ich wollte ihm mehr als nur ein Geschenk machen – ich wollte ihm ein Gefühl schenken. Ich zeichnete Routen auf Landkarten ein, markierte Sonnenuntergänge und schmiedete insgeheim Pläne für eine Reise nach Hawaii, in der Hoffnung, dass das Meer ausdrücken würde, was in jahrelanger Partnerschaft oft unausgesprochen bleibt: dass unser gemeinsames Leben reich, stabil und beständig war.
Als mein fünfzigster Geburtstag näher rückte, erwartete ich viel weniger. Vielleicht Kaffee, der mir nach oben gebracht wurde. Vielleicht eine einfache Karte. Ich brauchte keinen Pomp – ich wollte einfach nur, dass man an mich dachte.
Noch vor Tagesanbruch rüttelte er sanft an meiner Schulter und flüsterte lächelnd, dass unten etwas auf mich warte. Halb im Schlaf lachte ich und folgte ihm barfuß und unbeaufsichtigt. Ich stellte mir Kerzen vor, vielleicht ein Frühstück, nichts weiter.
Als ich jedoch das Wohnzimmer erreichte, blieb ich stehen.
Das Haus wirkte seltsam still, als würde es mich beobachten.
Mitten im Raum stand ein einzelner Holzstuhl – alt, sorgfältig poliert, irgendwie vertraut, ohne dass ich ihn sofort einordnen konnte. Eine gefaltete Steppdecke lag darauf. Etwas in meiner Brust schnürte sich zusammen, bevor ich klar denken konnte.
Ich habe das Material sofort erkannt.
Die Schürze meiner Großmutter.
Ein Stück meines ersten Konzerthemdes.
Ein Streifen, der von den Vorhängen unserer ersten Wohnung abgeschnitten ist.
Jedes Quadrat war ein Fragment meines Lebens, mit stiller Sorgfalt zusammengenäht. In den Falten lagen Umschläge – viele davon –, dick, handgeschrieben und geduldig wartend.
Das war keine Dekoration.
Es war ein Opfer.
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