Das „tödlichste Lebensmittel der Welt“ tötet jährlich mehr als 200 Menschen, wird aber weiterhin von Millionen konsumiert.

 

Für viele Familien ist Maniok kein Trendprodukt, sondern eine Notwendigkeit. Er nährt, stillt den Hunger und sichert das Überleben in Notzeiten, wenn andere Ernten ausfallen. Genau diese wichtige Rolle erklärt seinen weitverbreiteten Konsum.

Warum sprechen wir über ein „gefährliches“ Lebensmittel?

Maniok ist bei richtiger Zubereitung nicht von Natur aus giftig. Das Problem entsteht erst, wenn er roh oder unzureichend verarbeitet verzehrt wird. Die Wurzel besitzt natürliche Abwehrmechanismen, die ohne die richtige Zubereitung schädlich für den Körper werden können.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation werden jährlich noch immer Fälle von Vergiftungen durch unsachgemäße Maniokzubereitung gemeldet, insbesondere in Gebieten mit Ernährungsunsicherheit. Das Problem liegt also nicht im Lebensmittel selbst, sondern in den Umständen seines Verzehrs.

Wenn prekäre Verhältnisse die Risiken erhöhen

In Zeiten der Knappheit oder Krise verkürzen manche Bevölkerungsgruppen die Zubereitungsschritte aufgrund von Zeitmangel, fehlendem sauberem Wasser oder unzureichenden Ressourcen. Maniok erfordert jedoch präzise und aufeinander abgestimmte Zubereitungsschritte, um sicher verzehrt werden zu können. Werden diese Schritte nicht eingehalten, können die Folgen schwerwiegend und lang anhaltend sein, insbesondere für das Nervensystem.

Deshalb betonen Experten einen entscheidenden Punkt: Die Gefahr ist weder systematisch noch unvermeidbar. Wo traditionelle Fertigkeiten geachtet und weitergegeben werden, bleiben Zwischenfälle selten.

Wichtige Schritte für den sorgenfreien Verzehr von Maniok

Die gute Nachricht ist, dass Maniok mit einfachen Methoden perfekt genießbar gemacht werden kann. Diese oft jahrhundertealten Praktiken werden mittlerweile von Experten bestätigt:

  1. Schälen Sie die Wurzel vorsichtig, da sich in der Schale ein Großteil der unerwünschten Substanzen konzentriert.
  2. Die geschälte Maniok ein bis zwei Tage in Wasser einweichen und das Wasser regelmäßig wechseln.
  3. Vor dem Verzehr in kochendem Wasser gründlich garen.
  4. Die Fermentation nach bestimmten traditionellen Zubereitungsarten ist eine besonders effektive Methode.

Diese in dieser Reihenfolge durchgeführten Schritte reduzieren problematische Verbindungen erheblich und machen die Lebensmittel sicher.

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