Ein sechsjähriges Mädchen rief den Notruf: „Mein Vater und sein Freund sind betrunken … sie tun meiner Mutter schon wieder weh!“ Als die Polizei eintraf, fanden sie das Mädchen zitternd unter dem Küchentisch.

Im Inneren befanden sich Dutzende kleiner blauer Pillen, jede mit der Aufschrift M30: Oxycodon.

Ihre Hand wanderte zurück ins Innere. Sie ertastete einen weiteren Beutel. Dieser war mit einem feinen weißen Pulver gefüllt. Der dritte enthielt eine feine, kristalline Substanz.

Susan starrte auf die Gegenstände in ihrem Schoß, ihr lief es eiskalt den Rücken hinunter. Sie war Apothekerin. Sie wusste genau, wonach sie suchte, und sie wusste genau, was sie gefunden hatte. Das war kein Spielzeug. Das war ein Drogenvorrat. Ein beträchtlicher.

7. Eine wahre Tragödie.
Am nächsten Tag saß Susan in einem sterilen Verhörraum dem beförderten Detective Alvarez gegenüber. Ein ausgestopfter Hase und sein illegaler Inhalt lagen in einem großen Beweismittelbeutel auf dem Tisch zwischen ihnen.

Alvarez betrachtete die Pillen, die Pulver und dann das unschuldige, einäugige Kaninchen mit dem blassen Gesicht. „Das Klirren von Glas“, flüsterte sie, ihre Gedanken kreisten um den Notruf, die Puzzleteile fügten sich zu einem neuen, makabren Bild zusammen. „Diese ‚klirrenden Flaschen‘, von denen Emily in ihrer zweiten Aussage sprach … wir alle nahmen an, es seien Bierflaschen.“

„Sie haben nicht nur getrunken“, sagte Susan mit zitternder Stimme. „Sie haben konsumiert. Oder gehandelt. Das ist ein Drogenhandel im großen Stil.“

Alvarez nickte, die ganze, erdrückende Wahrheit lastete nun schwer auf ihr. Sie zog die offiziellen Dokumente hervor und bewegte ihre Hände mit neuer Dringlichkeit. Eine kurze Überprüfung ergab, dass Kyle nicht nur ein Freund war; er war ein bekannter Kleindealer mit zahlreichen Vorstrafen. Ein genauerer Blick auf Dereks Finanzen offenbarte einen Mann, der tief verschuldet war und in der Vergangenheit verdächtige Bargeldabhebungen getätigt hatte. Der Streit war kein gewöhnlicher Familienstreit. Es war ein schiefgelaufener Drogendeal, oder vielleicht die Wut eines Süchtigen über eine Drogenverweigerung. Dereks gemurmeltes Geständnis – „Sie wusste immer, wie sie mich kriegt“ – war nicht dazu gedacht, irgendeine Emotion hervorzurufen. Wahrscheinlich ging es ihm nur darum, seinen Vorrat zu bekommen, und Melissa hatte ihn ihm verweigert, vielleicht sogar gedroht, ihn die Toilette hinunterzuspülen.

Der letzte, erschreckende Teil fügte sich ein.

„Emily“, sagte Alvarez mit heiserer Stimme, die von einer neuen, tiefen Traurigkeit durchdrungen war. „In ihrer Aussage sagte sie, ihre Mutter habe ihr kurz vor dem Geschrei gesagt: ‚Runter, Herr Rab!‘ Wir alle dachten, es sei nur Mutterinstinkt, der Wunsch, das Lieblingsspielzeug eines Kindes vor dem Chaos zu schützen.“

Sie sah Susan an, und ihre Augen füllten sich mit einer fast unerträglichen Traurigkeit, Trauer um eine Mutter, die sie missverstanden hatte. „Gott.“ Ihre Mutter … Melissa … musste Drogen genommen haben, um sie zu verbergen oder loszuwerden. Und als sie merkte, dass die Situation außer Kontrolle geriet, hatte sie Emily gebeten, das Versteck zu verstecken. Und der einzige sichere Ort, den dieses arme Mädchen kannte, der einzige Ort auf der Welt, dem sie ihre kostbarsten Geheimnisse anvertraut hatte …

“…war in ihrem Kaninchen”, schloss Susan, während ihr eine einzelne Träne über die Wange rollte.

Das Kaninchen war nicht von Babytränen oder verschüttetem Bier nass. Es war wahrscheinlich von „etwas anderem“ nass – dem Chaos eines brutalen, drogenbedingten Mordes. Emily hatte nicht den Notruf gewählt, um ihre Mutter vor ihrem Vater zu retten. Sie hatte den Notruf gewählt, weil sie sich an die Beweise klammerte, die ihrer Mutter das Leben gekostet hatten, an ein schreckliches Geheimnis, das sie in ihrem jungen und traumatisierten Zustand nicht begreifen konnte. Der stumme Zeuge war nicht nur ein Spielzeug; er war der Schlüssel zur ganzen, widerlichen, herzzerreißenden Wahrheit.

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Alle lachten, als meine Schwester sich über mich lustig machte – bis ihr Sohn auf mich zeigte und sagte: „Sie steuert den Jet.“ Stille breitete sich im ganzen Raum aus, und das Lächeln verschwand. Und dann änderte sich alles auf eine Weise, die niemand erwartet hatte …

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