Die Gemeinde hatte 2015 noch die Veranda der Bar baurechtlich abgenommen – inklusive Auflagen zum Brandschutz. Später bemängelte der Sicherheitsbeauftragte den Zugang der Bar und ließ einen zusätzlichen Türgriff montieren. Zur brennbaren Ausstattung und Schallschutzdecke äußerte sich offenbar niemand.
Auf Nachfrage bestätigt der Gemeindepräsident, dass es einen Notausgang in einem Raucherraum gegeben hat. BILD hatte schon zuvor von dem abgelegenen Notausgang in der Raucherlounge berichtet. Das Problem: Der Raum wird durch den separaten Bereich kaum wahrgenommen. Féraud: „Ob er offen war, wissen wir nicht.“
Fragen nach persönlichen Beziehungen zur Betreiberfamilie schloss Féraud aus. „Ich stand in keinerlei Beziehung zu den Bar-Besitzern.“ Auch Korruption wies er entschieden zurück: „Bestechung lag nicht vor. Das können wir uns absolut nicht vorstellen.“
Gemeindepräsident Nicolas Féraud geriet nach der Pressekonferenz in starke Bedrängnis
Doch der Druck wächst: Journalisten, insbesondere aus Italien, fragten auf der Pressekonferenz immer wieder nach der Mitverantwortung der Gemeinde. Sicherheitskräfte mussten den Bürgermeister beim Verlassen des Saals abschirmen.
Schweres Versäumnis
Klar ist: Zwischen 2020 und 2025 gab es keine Pflichtskontrollen in der Bar – ein schweres Versäumnis. Die Gemeinde kündigte an, jetzt alle 120 öffentlichen Betriebe von einem externen Büro prüfen zu lassen.
Angesichts der persönlichen Umstände des Betreibers habe die Gemeinde auch die Schließung seines zweiten Lokals Senso in Crans-Montana angeordnet. An Rücktritt habe er nicht gedacht: „Wir sind vom Volk gewählt und verlassen bei Sturm nicht das Schiff.“
In der Silvesternacht brach gegen 1.30 Uhr in der Kellerbar „Le Constellation“ in Crans-Montana ein Feuer aus. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet die mit Schaumstoff verkleidete Decke in Brand, vermutlich ausgelöst durch Feuerwerk auf einer Champagnerflasche.
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