Crans-Montana (Schweiz) – Fünf Tage nach der schrecklichen Feuer-Katastrophe in der Schweiz traten Gemeindepräsident Nicolas Féraud und der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde vor die Presse und gestanden Fehler ein.
Noch vor Tagen trat der Gemeindepräsident von Crans-Montana (Schweiz) ganz anders auf. Von Fehlern bei Kontrollen wollte er nichts wissen. Nun die Kehrtwende. Féraud hatte sich offenbar erst jetzt informiert. „Meine Aussage, die Kontrollen seien nicht lasch gewesen, halte ich nicht mehr aufrecht. Ich war nicht informiert“, sagte Féraud am Montagmittag. Féraud sagt auch, dass die Katastrophe „wahrscheinlich hätte verhindert werden können“.
Dieser Moment soll den Beginn der Katastrophe zeigen: Ein Teil der Deckenverkleidung brennt bereits
Der Gemeindepräsident gibt Details zu den Kontrollen in der Bar „Constellation“ bekannt. Diese zeigen: Weder wussten Behörden, was für Feiern dort stattfinden, noch wie gefährlich die verbauten Materialien waren. Von den Pyro-Schampus-Flaschen habe er nichts gewusst, sonst hätte man es unterbunden.
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Mehr als 60 Dokumente wurden nach der Katastrophe geprüft, bestätigte Féraud. Die Bar wurde seit 2020 nicht mehr kontrolliert. Der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde hat das „Constellation“ laut Unterlagen zuletzt 2019 betreten. Seitdem: nichts.
„Bestechung lag nicht vor“
Die Treppe, auf der viele Gäste bei dem Versuch, der Flammenhölle zu entkommen, starben, sei 1,37 Meter breit. Es habe einen Feuerlöscher gegeben, aber keinen Feueralarm, der sei bei einer Bar dieser Größe auch nicht vorgeschrieben. Das „Constallation“ sei zugelassen für 100 Personen oben und 100 im Keller. Ob diese Zahl an Silvester eingehalten wurde, liege in der Verantwortung des Betreibers, so der Gemeindepräsident.






