Brand in der Schweiz: Mutter eines vermissten Jungen bricht ihr Schweigen und trifft eine radikale Entscheidung Mehr dazu

Der Brand in Crans-Montana hinterlässt verzweifelte Angehörige. Ein seit der Silvesternacht vermisster Teenager wurde nun als Todesopfer identifiziert.

Update vom 4. Januar, 9.45 Uhr: Schmerzhafte Klarheit für die Familie des bis dahin als vermisst geltenden Arthur. Der Jugendliche gehörte zu den ersten Opfern, die in Crans-Montana eindeutig bestimmt werden konnten – wenigstens kann die Familie nun Abschied nehmen. „Unser Arthur ist aufgebrochen, um im Paradies zu feiern“, erklärt seine Mutter gegenüber dem französischen Fernsehsender BFMTV.

Die Behörden haben bislang acht von insgesamt 40 Todesopfern eindeutig bestimmt. Zusätzlich zu dem 16-jährigen Arthur wurden zwei männliche Schweizer Staatsbürger im Alter von 21 und 18 Jahren identifiziert sowie vier Schweizerinnen in den Altersgruppen 24, 22, 21 und 16 Jahre.

16-Jähriger nach Brand-Katastrophe in der Schweiz vermisst: Mutter mit Hilferuf – „Wissen nicht, ob er lebt“

Erstmeldung vom 2. Januar, 11.14 Uhr: Crans–Montana – Die Walliser Behörden riefen nach der verheerenden Brand-Katastrophe im Skiort Crans-Montana die besondere Lage aus und koordinierten in der Silvesternacht eine Großrettungsaktion mit 13 Helikoptern, 42 Ambulanzen und über 150 medizinischen Kräften, wie die Regierung des Kantons in einem Pressestatement mitteilt.

Das Feuer in der Bar „Le Constellation“ kostete mindestens 40 Menschen das Leben. Aktuell werden rund 120 Patienten in Spitälern der ganzen Schweiz behandelt – vom Wallis bis nach Lausanne und Zürich. Die Verbrennungen der Opfer seien laut dem Chefarzt des Spital Morges, Wassim Raffoul, teils so schwer, dass eine Identifizierung noch Tage dauern werde. Für dutzende Familien beginnt damit eine Zeit der quälenden Ungewissheit.