Der US-Küstenwache ist es gelungen, den entwischten Öltanker aus Venezuela zu entern. Die Besatzung habe keinerlei Widerstand geleistet oder Feindseligkeiten verursacht, so ein Beamter gegenüber der »New York Times«.
Vorausgegangen war eine wochenlange, dramatische Verfolgungsjagd auf hoher See. Das Schiff soll eine Blockade ausgetrickst haben, indem es Namen und Beflaggung änderte. Die ursprüngliche »Bella 1« war unter dem Geleit eines russischen U-Boots als »Marinera« im Nordatlantik unterwegs.
Das Europäische Kommando der US-Streitkräfte veröffentlichte auf X eine Erklärung, in der es die Beschlagnahmung bestätigte und mitteilte, dass das Justizministerium, das Ministerium für innere Sicherheit und das Verteidigungsministerium den Tanker im Nordatlantik wegen Verstößen gegen US-Sanktionen »beschlagnahmt« hätten.
Großbritannien hat die USA bei der Operation im Nordatlantik unterstützt, teilte das Verteidigungsministerium mit. In einer Erklärung heißt es, die britischen Streitkräfte hätten auf Ersuchen der USA Unterstützung geleistet. Dazu gehörte demnach auch die Bereitstellung von Stützpunkten für US-Militärmittel, die die »Bella 1« in der Meerenge zwischen Großbritannien, Island und Grönland abfingen. Der Tanker RFA Tideforce »unterstützte die US-Streitkräfte bei der Verfolgung und Abfangung der ›Bella 1‹, während die Royal Air Force aus der Luft Überwachungsunterstützung leistete«, so das Ministerium. Weiter heißt es: »Großbritannien leistete Unterstützung in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht.«






